Gründung:

Die Nachricht zur Gründung im Original (Siegener Zeitung vom 22.03.1888)
Die Nachricht zur Gründung im Original (Siegener Zeitung vom 22.03.1888)

1888 wurde der Verein, bereits ein Jahr nach dem heutigen "Landesfischereiverband Westfalen-Lippe" gegründet. Die Anregung zur Gründung wurde durch den damaligen Präsidenten des Westfälischen Fischereivereins, Herrn von Drücker, ausgesprochen.

Eine öffentliche Einladung durch den Direktor des Kultur- und Gewerbevereins, Landrat Keil aus Siegen, führte am 20.03.1888 etliche Interessenten zusammen, die ihre Meinungen zum Thema Pflege und Hegung des Fischbesatzes und der Fischzucht in unseren Gewässern entwickelten. Es wurden Gedanken ausgetauscht und die Gründung des Vereins beschlossen. Dieser Verein war und ist der Kreisfischereiverein Siegerland e.V. 1888. Bundesweit einer der ältesten Angelsportvereine.

 

Bemerkenswertes aus der Gründerzeit: 

In einigen damaligen Angestelltenverträgen fand sich der Passus:

"Nicht mehr als drei mal darf der Lachs auf dem Küchenzettel der Hausangestellten stehen."

So muss also früher ein Überfluss an Lachs in den heimischen Gewässern zu finden gewesen sein.

Gewässer:

50 Jahre lang, von 1895 bis 1946, bewirtschaftete der Verein die zum Gut Burgholdinghausen gehörenden 3 Weiher. Die Teiche gingen dem Verein verloren, als der

 Eigentümer die Bewirtschaftung selbst übernahm.

 

 1947 pachtete der Verein ersatzweise den ehemaligen Hüttenweiher (heute: Auweiher) in Kaan-Marienborn. 1949 wurde dieser Weiher aufgrund steigender Mitgliederzahlen an einen Vereinskameraden unterverpachtet um noch im selben Jahr den großen Seelbacher Weiher, sowie die beiden kleineren zur Seelbacher Mühle gehörenden Teiche anzupachten.

 

Später wurden dann der Landeskroner Weiher mit ca. 7 km Wildebach sowie der Berghäuser- und Robertsweiher in der Junkernhees hinzugepachtet.

 

Nachdem der Seelbacher Weiher an die Stadt Siegen verkauft wurde und eine Pachtverlängerung des Landeskroner Weihers aus finanziellen Gründen nicht mehr möglich war, führten jahrelange Verhandlungen des Vereins zum Ankauf des Tüschebachsweiher von den damaligen Hüttenwerken Siegerland (Hoesch).

Unter maßgeblicher Beteiligung des damaligen geschäftsführenden Vorsitzenden     Hans-Rudi Lang erhielt der Verein 1968 sein erstes eigenes Fischwasser!!

 

Zusätzlich erwarb der Verein 1968 die Fischereirechte im Littfebach von der Mündung Heesbach bis an die Brücke in Eichen und im Bockenbach.

 

In der Sieg war für den Verein von 1967 bis 1982 das Angeln möglich und zwar von  Niederschelden (Landesgrenze) bis zur Freusburg. Allerdings kam aufgrund immer schlechter werdender Wasserqualität eine weitere Pachtverlängerung nicht in Frage. Jedoch konnte die 3,5 km lange Siegstrecke von Niederschelden (Landesgrenze) bis Eiserfeld (Amtshaus) mit einer schon wesentlich besseren Wasserqualität übernommen werden. Inzwischen kann man die Sieg als vorzeigbare Angelsltrecke mit wirklich gutem Fischbestand bezeichnen.